28.11.2010

Gepostet in Allgemein, Webtechnologien

Web-Grafikformate – von GIF bis WBMP

Web-Grafikformate – von GIF bis WBMP

Für manche hören sich die Fachausdrücke PNG-8 und JPEG vielleicht wie Wortkürzel aus der Raumfahrt an und man würde nie vermuten, dass sich hinter diesen die verschiedensten Formate für Bildtypen befinden. Tatsächlich aber beschreiben diese Abkürzungen die vielfachen Grafikformate auf dem Computer.

Bitmap- und Vektor-Formate

In erster Linie lassen sich die Web-Grafikformate in zwei Kategorien einteilen. Zum einen gibt es die Bitmap-Grafiken und zum anderen die Vektor-Grafiken. Bilder, die als farbige Pünktchen, die sogenannten Pixel, dargestellt werden, zählen zur ersten Gruppe.
Sie werden beispielsweise durch die Formate JPEG und GIF vertreten und sind auflösungsabhängig. Das wiederum heißt, sie verlieren, wenn man sie verkleinert oder vergrößert, an ihrer Qualität. Zur zweiten Gruppe, den Vektor-Grafiken, zählen Bildformate wie SVG und SWF. In diesem Fall werden die Bilder mathematisch als eine Gruppe geometrischer Objekte dargestellt, was zum Vorteil hat, dass man diese Fotos ohne Qualitätsverlust skalieren kann.

Textillustrationen oder auch Logos wurden früher im GIF-Format komprimiert, weil sich dieses besonders durch seine scharfen Details ausgezeichnet hat. Heutzutage verwendet man dafür das Format PNG (Portable Network Graphics), welches seit 2004 eingesetzt wird und GIF erfolgreich ablöst. Für extrem große Bilder eignet sich das Format PNG-24, welches bis zu 256 Transparenzstufen in einem Bild bewahren kann.

Beliebt und verbreitet: JPEG

Ein weiteres Format der Bitmap-Gruppe ist JPEG. 1992 erstmals vorgestellt, gilt es als Standartformat für Halbtonbilder, also ganz normale Fotos. JPEG2000 ist ähnlich der eigentlichen JPEG-Form, allerdings in seiner Leistung etwas besser. Bei mobilen Geräten, wie zum Beispiel Handys, findet man fast immer den Namen WBMP (Wireless Bitmap) als Art für die Bilddatei. Es besteht aus einer Rastergrafik und wird bislang nur durch 1-Bit-Farben unterstützt, welche lediglich weiße und schwarze Pixel enthalten.

Das Vektor-Format SWF (Shockwave Flash) wird hauptsächlich für den Adobe Flash Player verwendet, mit dem man kompakte Grafikdateien erstellen kann, die skalierbar sind. Auch Filme werden hiermit hergestellt, die man dann im SWF-Format über den Flash Player gucken kann. Dank der geometrisch dargestellten Objekte, bleibt die Auflösung der Dateien immer erhalten. Ebenso kann man mit SWF auch Animationsframes herstellen.

Ein weiteres Format der Vektor-Gruppe lautet SVG, welches auch unter dem längeren, englischen Namen Scalable Vector Graphics bekannt ist. Im Jahre 2001 erstmals eingeführt, findet es nun neben der Herstellung von Pfaden, Formen und Texten ebenso auf dem Desktop eines Computers seine Verwendung. Viele Hintergrundbilder, die unterschiedlichen Programmsymbole oder auch der allseits bekannte Mauszeiger basieren auf dem SVG-Format. Es kann zudem besonders gute Filtereffekte problemlos darstellen.
Heutzutage wird SVG bei circa 50 Prozent der Internetbenutzer unterstützt. Die Restsumme der Internetexplorer verfügt noch nicht über eine geeignete Version, welche die SVG-Formate vertritt. Auch für mobile Geräte wird diese Form der Vektor-Gruppe benutzt.
In der heutigen Zeit ist es möglich, die einzelnen Bilddateien, also die Grafikformate, in andere Dateiarten zu konvertieren.
Viele Bildbearbeitungsprogramme oder auch extra konzipierte „Converter“ bieten diese Funktion bereits an.

Selbst, wenn man in dieser Hinsicht kein Profi sein sollte, kann man schon mit kostenlosen und einfachen Fotoprogrammen die Formate wechseln und auf diese Weise die verschiedenen Bitmap-Gruppen und Vektor-Grafiken kennenlernen - von GIF bis WBMP.

Foto: Sandra Cunningham (Polylooks)


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